Montag, 21. April 2008
Das BKA und der Terror - Auch in deutschen Schlafzimmern soll gefilmt werden
hotgun, Montag, 21. April 2008, 21:15
von Frank Berg, Readers Edition

Auf den Punkt gebracht ist das die Kernaussage des neuen BKA-Gesetzes. Der “Kernbereich privater Lebensführung” ist dann außer Kraft zu setzen, wenn zu vermuten ist, dass ein potentieller Terrorist im Hause verkehrt. Doch hier waltet eigentlich die perpetuierende Penetranz der Logik des Terrors als Waffe der psychologischen Kriegsführung. Mit den Mitteln “Angst” und “Lähmung” hat sie den “Verstand der Aufklärung” ausgeschaltet. Eine Analyse.

Medienzirkus und “gefühlter” Terror

Während die Medien sich erstaunt zeigen, dass die müde gewordene Öffentlichkeit in Opposition zum “Lauschangriff” den “Spähangriff” unbemerkt durchgehen lässt, laufen die Vorkehrungen für den Umbau der demokratischen Gesellschaft auf Hochtouren. Wohlgemerkt, es geht hier nicht um den Kampf gegen Straftäter. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Wer uns nicht folgt, ist Terrorist. Inmitten dieser Logik des Terrorkampfes herrscht die Pathologie der Angst. In einer komplexer gewordenen Welt dosieren die Herrschenden Information durch Angst und Kontrolle, wie in George Orwells Parabel 1984. “Lüge ist Wahrheit” - “Krieg ist Frieden” - “Unwissenheit ist Stärke” sind zu den Maximen auch unserer Realität geworden. Der vom Medienzirkus konditionierte Zuschauer hinterfragt nicht mehr, er glaubt und schluckt die ihm präsentierten Kröten. Die Bürger der westlichen Demokratien sind zur Zielscheibe geworden, denn unter dem Vorwand der Bekämpfung des Terrors entsteht ein Zwang zur Aufgabe von historisch erkämpften Grundrechten. Schlimmer: die Verlässlichkeit dieser Grundrechte wird zunehmend in Frage gestellt.

An der “Heimatfront” gedeiht Totalitarismus

Das ist der Beginn eines beispiellosen Totalitarismus. Die Grundrechte werden unter Berufung auf weltweite Terrorgefahren ausgeschaltet. Dann und nur dann, so die Logik der Totalitarismen, könne der Terror an seiner Wurzel bekämpft und ausgeschaltet werden. Gemäß dieser Kausalität gedeiht der Präventivschutz. Bedrohung stellt einen “gefühlten” Terror dar, der in erster Linie über die Bildschirme in Erscheinung tritt. In der Distanz erzeugt das Medium beim Zuschauer das Gefühl, dass sich der Terror in einem externen Raum außerhalb seines Einzugsbereiches abspielt. Umso absurder wird die Vorstellung, dass die Einschränkung der Grundrechte der angeblichen Terrorbekämpfung dienen solle. Um diesen offenkundigen Widerspruch zu überdecken ist der Terrorschutz möglichst plausibel in den Nahbereich des Bürgers zu tragen. Die Amerikaner haben dafür den Begriff “Heimatfront” geschaffen. Somit befindet sich die Heimat im “Dauerkrieg” auch vor Ort bei den Bürgern im Land. Der Kampf gegen den internationalen Terror wird zunehmend national geführt, d.h. wie in jedem Krieg beinhaltet er einen Anteil psychologischer Kriegsführung nach Innen.

Zugespitzt könnte man formulieren: den Dschihadisten stehen die “Heimatfront-Aktivisten” entgegen, die zunehmend eine Form des Counter-Terrorismus gegen die eigenen Bevölkerungen betreiben. In früheren Zeiten haben diese Aufgabe Freikorps und andere paramilitärische Einheiten physisch übernommen. Die Einschüchterung wird heute sensibler und vor allem mit Hilfe der allgegenwärtigen Bedrohungsszenarien durch mediale Frameworks erzeugt.

Aufbau neuer Feinde: Konditionierung durch “Framing”

Der Terror-Krieg ist nicht etwa unbemerkt von Afghanistan und Irak in das Epizentrum der bürgerlichen Demokratie getragen worden - der Krieg gegen den Terror ist von Anfang an mindestens ebenso medial inszeniert wie kontrolliert erzeugt worden. In der Psychologie und Kommunikationswissenschaft nennt man diese Technik “Framing“. Es werden Bilder immer und immer wieder gezeigt, die irgendwann einen Reflex erzeugen. “Itzak - der ‚geizige’ Jude” oder “Iwan - der ‚schreckliche’ Russe” oder “Mohammed - der ‚islamistische’ Terrorist”. Die Verschiebung ist so perfekt, dass Islam bereits zum Synonym für Terror geworden ist. Dass es sich hierbei um politisch motivierten Terror handeln könnte, ist zunächst zweitrangig, solange der Bezug der Verschiebung erfolgreich hergestellt werden kann. So geschehen mit der perpetuierenden Vorführung der kollabierenden Tower des World Trade Centers. Sie sind schlechthin zur Metonymie des Terrors geworden. Kurz nach diesem Ereignis am 11.09.2001 berichtete die Tagesschau mit Bildmaterial aus den palästinensischen Gebieten – Menschen feuerten spontan Freudenschüsse in die Luft. Das Bildmaterial war nicht aktuell, sondern stellte eine Hochzeitszeremonie dar. Nicht die Erklärung der Ereignisse, seiner Umstände, bestimmt das Bild, sondern die Zuschreibung zu einem Kontext – auch wenn er offenkundig gefälscht war.

Diese Verschiebung lässt sich heute auf jeden beliebigen Hintergrund ausweiten und mit entsprechenden Urheber-Botschaften medial unterlegen. Indem die medial erzeugten Wirklichkeiten immer weiter eine allgegenwärtige Islamophobie erzeugen, entsteht der Eindruck einer tatsächlich allgegenwärtigen Bedrohung. Die Aufgabe: Erziehung und Erzeugung eines gesteuerten Feindbildes für den asymetrischen Krieg der Zukunft - dem Krieg um Ressourcen. (1)

Verfassung und das Recht auf Widerstand

Diejenigen, die sich im Namen der Freiheit die Grundrechte beschneiden lassen, vergiften nicht nur das gesellschaftliche Klima. Sie helfen dabei, Präventivtäter und Präventivopfer zu erzeugen. Jeder denkende Mensch und politische Aktivist kann aufgrund bestimmter Aussagen oder Denkweisen in das Visier eines Ermittlers geraten. Der Ermittler hat dann zu entscheiden, ob es sich um einen potentiell für die Gesellschaft gefährlichen Straftäter handeln wird oder nicht. Woran wird das bemessen? Potentiell kann jeder verdächtig werden. Kritik kann daher schon eine Bedrohung sein. Kritiker könnten daher unter Beobachtung gestellt werden. Diese Vorgehensweise verbindet man mit Totalitarismus.

China - hier darf Grundrechtsbeschneidung kritisiert werden

Daher ist das Feindbild China in den Medien momentan so “en vogue”, denn der Verweis auf existierenden Totalitarismus lenkt vom entstehenden im eigenen Lande ab. Eine weitere Bedeutungsverschiebung im Kontext der Terrorgefahr ist der Begriff “Sicherheit”. Hier wird ebenfalls eine äußere Drohkulisse aufgebaut, die verschärfte Maßnahmen im Inneren rechtfertigt. Der verlängerte Arm des Terroristen ist in der Logik der Staatsdiener der, der sich zur “Unruhe” verführen lassen könnte. Daher gehen nach der Logik der Terrorfahnder Innerer Frieden und Sicherheit mit dem Abbau der Grundrechte einher, die ja dazu genutzt werden könnten, “Terror” zu verbreiten. In dieser Logik könnten dann die Französische Revolution oder die Revolution von 1848 rückwirkend als terroristisch erscheinen.

Auf sich selbst angewendet entlarvt sich die Logik der Terrorbekämpfer selbst unter Terrorverdacht zu stehen, totalitär und terroristisch zu sein. In diesem Fall sieht das noch intakte Grundgesetz gegen jeden, der die demokratischen Ordnung untergräbt, nach Art. 20 (4) das Recht auf Widerstand vor. Das bedeutet, dass das novellierte BKA-Gesetz laut Grundgesetz einen Verstoß gegen die verfassten Grundrechte darstellt. Dagegen ist Widerstand zulässig. Ebenso wie gegen diejenigen, die diese Grundrechtsbeschreibungen unter angebliche Berufung auf Demokratie und Terrorabwehr vorantreiben.

Entmündigten Bürgern muss man nicht misstrauen

Doch irgendwann - vielleicht alsbald - könnte der Gang nach Karlsruhe, die Demo gegen Studiengebühren oder - so schon von Schäuble im Verfassungsschutzbericht aufgelistet - ein Anti-Globalisierungsaktivist ein potentieller Terrorist sein. Die Architekten der inneren Sicherheit wissen um die Konfliktpotentiale der Zukunft. Und daher drehen sie immer schneller am Rad der Grundgesetzänderungen. Denn wem das Recht auf Widerstand jetzt genommen wird, der wird in Zukunft unfrei sein und kann nicht mehr einfordern, worauf er sich berufen will. Unfreien Bürgern muss man nicht mehr misstrauen – sie können optimaler kontrolliert werden. Daher scheint in der Logik der Terrorismus-Bekämpfung die Demokratie selbst immer stärker als ein Sicherheitsrisiko zu gelten.

(1) siehe Welzer, Harald: Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird. S. Fischer, 2008. S. 162ff.

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Dienstag, 15. April 2008
Oslo Open Air
hotgun, Dienstag, 15. April 2008, 21:35
Titten Raus is Frühling. Und wenn Sie schon sonst nichts in Ihrer Amtszeit gebacken kriegt, so hat Sie uns wenigstens auch Ihre Milchtüten um die Ohren gehauen.



Seit Tagen steigt es übel in mir auf wenn ich dieses Bild in der Zeitung sehe.
Aber Deutschland hat auch keine anderen Probleme. Wenn keine Ablenkung mehr hilft öffnet Frau eben ihr Kleidchen. Sex ???? (brech) sells - schon ümma

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Humbug
hotgun, Dienstag, 15. April 2008, 21:02
Deutsche kleine Mädchen werden in Lichtenberg vergewaltigt, aber wenn ich den Sprinter vor einer jüdischen Bäckerei parke, dauert es keine zwei Minuten bis sich an meinem Handy die Poplizei meldet und mich freundlich bittet mein Auto umzuparken. Also ab um die ecke... 5m vor der nächsten Sicherheitszone. Als wenn das einen eventuellen Sprengsatz kümmern würde... Hauptsache das Brot wird sicher gebacken...
Die Zettelpuppe die dann auch noch kam hatte ein Einsehn mit unserem Be- und entladen.

Überhaupt is in dem Viertel jedes zweite Haus gesichert

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Samstag, 12. April 2008
Von Wölfen, Hunden und Schafen
hotgun, Samstag, 12. April 2008, 10:08
von Gert Flegelskamp

Um es vorweg zu sagen, ich mag Wölfe, außer, sie haben nur 2 Beine. Ich mag Hunde, außer, sie haben nur 2 Beine. Ich mag auch Schafe, außer, sie haben nur zwei Beine. Euch, ihr lieben zweibeinigen Schafte ist dieser Beitrag gewidmet. Ich weiß natürlich, dass er völlig sinnlos ist, weil Schafe einem Hirten folgen, auch die Sprache der sie treibenden Hunde kennen. Aber etwas verstehen, das gehört nicht zu Euren Möglichkeiten.

Dass es in der Welt der Zweibeiner 3 Kategorien gibt, nämlich einige wenige aber mit nie versiegendem Blutdurst ausgestatte Wölfe, einer Meute kläffender Hunde und ein Riesenheer von Schafen, die alles glauben und hinnehmen, was die Hunde und die als Hirten verkleideten Wölfe ihnen sagen und ihnen auftragen. Sie sind daran gewöhnt, in regelmäßigen Abständen geschoren zu werden und wundern sich auch nicht, wenn junge Schafe dazu gebracht werden, ältere Schafe an den Rand zu drängen, der besseren Aussortierung wegen, wenn wieder Schlachtfest ist.

Ein solcher Moment ist gerade wieder gekommen und da halte ich es für angebracht, Klartext zu reden. Die Bild hat wieder zum Halali geblasen, der Hetze gegen die Rentner. Auslöser war wohl der Präsident des früheren HWWA (Hamburgisches Weltwirtschaftsarchiv, 2006 aufgelöst) und nun Direktor des HWWI (Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut, 2005 gegründet und Nachfolger des HWWA). Straubhaar ist außerdem Botschafter der INSM, also einer der Gruppe Leute, die in der Regel öffentlich auftreten und mit gewichtigen Worten die neoliberale Politik fördern und verbreiten, ohne sich wirklich zu identifizieren. Tritt er in Presse und Medien auf, dann ist er Prof. Straubhaar, ein Experte, der sich nicht als Botschafter der INSM zu erkennen gibt oder seine Nähe zu der neoliberalen Wirtschaft offenbart, die ihn für seine Auftritte mit entsprechend gut honorierten Aufträgen schmiert. Das HWWI ist eine von Bund und Ländern finanzierte Stiftung und somit werden die sicherlich nicht geringen Bezüge des guten Professors aus Steuermitteln bezahlt.

Er kommt, wie viele Wirtschaftsliberale, aus der Schweiz, lehrt aber seit den 80er Jahren an Deutschen Unis, hat nie Rentenbeiträge gezahlt, wird aber später eine Pension bekommen, von der Rentner nicht einmal träumen. Er ist Mitinitiator des Hamburger Appell, eine von der INSM und der FDP initiierte Kampagne. Auf der Seite Meudalismus lesen wir u. a. folgendes:

Man kann hoffen, dass irgendwann in ferner Zukunft der wirtschaftliche Sachverstand wieder nach Deutschland zurückkehren wird. Man braucht jedoch nicht davon auszugehen, dass dieser Impuls von Deutschlands VWL-Lehrstühlen kommen wird. Es wäre möglicherweise kein Verlust für den Wissenschaftsstandort Deutschland, wenn man die Professoren, die den Hamburger Appell unterzeichnet haben, in den vorzeitigen Ruhestand schicken würde, natürlich bei vollen Bezügen. Denn so einen Unsinn kann nur unterschreiben, wer die wirtschaftliche Realität in der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr wahrzunehmen bereit ist.

Diesem Appell, diese Professoren vorzeitig in den Ruhestand zu schicken, kann ich mich mur anschließen. Eine friedliche, wenn auch sehr teure Lösung, die Gehirnwäsche in diesem Land zu minimieren und vor allem die Ausbildung der Studenten dieser Professoren wieder auf einen Level zu bringen, der Realitäten beinhaltet.

Der zweite Wolf, stets mit einem Schafspelz ummantelt, ist besser bekannt. Es ist der ehemalige Verfassungsrichter und spätere Bundespräsident Roman Herzog. Auch ein Wolf, der von den Schafen stets ernährt wurde eine Pension beziehen wird oder vielleicht schon bezieht die weit im 5-stelligen liegen dürfte.
Diese beiden Herren haben wieder eine Debatte losgetreten, mit welcher die bereits seit einigen Wochen wieder angeleierte Hetzte gegen die Rentner anheizt. Die Rentner haben in den Jahren 2004 bis 2006 Nullrunden hinnehmen müssen, 2007 eine Erhöhung ihrer Rente von 0,54% und sollen in diesem Jahr eine Erhöhung von 1,1% bekommen. Welch eine Gefahr für die Republik. Bald wird die Republik von Rentnern regiert. BILD opfert dem Aufmacher die halbe Seite 1 mit den Worten:

Will man Hetze betreiben, ist BILD immer der beste Ansprechpartner. Andere Presseorgane folgen dann bald nach. Und das, was Herzog und Straubhaar da von sich geben, ist Volksverhetzung.

* Herzog zu BILD: “Ich fürchte, wir sehen gerade die Vorboten einer Rentner-Demokratie: Die Älteren werden immer mehr, und alle Parteien nehmen überproportional Rücksicht auf sie. Das könnte am Ende in die Richtung gehen, dass die Älteren die Jüngeren ausplündern.”
* Der Chef des Wirtschaftsinstituts HWWI, Thomas Straubhaar, zu BILD: �Zum ersten Mal hat die ältere Generation den Jüngeren gezeigt, wer im Land künftig das Sagen hat.�
* Parteienforscher Jürgen Falter sagt: �Künftig wird es weitere Zugeständnisse an Senioren geben. Immerhin stellen sie mehr als 50 Prozent der Wähler.�

Es ist Hetze übelster Art, die hier betrieben wird. Die junge Generation aufzuhetzen, ist nicht sonderlich schwer. Sie haben keine bis wenig Lebenserfahrung, haben keine Perspektiven, keine oder schlecht bezahlte Jobs und hören dann solche Worte von den so gennannten Experten oder einem ehemaligen Bundespräsidenten, der sich stets gerne vor den Karren der Neoliberalen spannen lässt und der mit seinem Institut für die bayrischen Arbeitgeberverbände arbeitet, die sein Institut auch finanzieren. “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing” ist ein Ausspruch, den er nicht einmal für sich in Anspruch nehmen kann, denn er hat jahrzehntelang das Brot derer gegessen, die er jetzt angreift. Und wenn die Jungen besser informiert wären und wüssten, das seine Pension sich aus seinen Tätigkeiten an Unis, als Minister in BW, als Verfassungsrichter und als Bundespräsident aufsummiert auf einen 5-stelligen Betrag, eine Pension, für die er nie einen Pfennig eingezahlt hat, würde ihr Ärger vielleicht in die richtige Richtung gehen. Lange war Herzog unter Thomas Maunz tätig, bekannt aus den bei Verfassungsrichtern so gerne zitierten Aussagen von Maunz/Düring. Aber Maunz war ein Nazi, einer von denen, der in der Nazizeit mit seinen Arbeiten dem NS-Regime juristische Legitimität verschaffen wollte. Hat Herzog da vielleicht auch viel rechtes Gedankengut gelernt?

Es sei mal deutlich ausgesprochen. Als die Weimarer Republik endete und das Naziregime begann, waren es vor allem Justiz und Verwaltung, die nahtlos in dieses System integriert wurden und sich sofort und ohne Widerstand in dieses System einbrachten. Als das Nazisystem endete, waren es wieder Verwaltung und Justiz, die nahtlos in die BRD integriert wurden, denn sie wurden von den Amis nur als Mitläufer eingestuft und als Verwaltungs- und Justizfachleute “als dringend erforderlich” angesehen. Aber ohne Verwaltung, ohne Justiz und ohne die Vorläufer von CDU/CSU und FDP wäre das NS-Regime nicht handlungsfähig gewesen. Immer wird von der Verantwortung des deutschen Volkes geredet, nie von der Mittäterschaft der Verwaltung, der Justiz und der Parteien der Weimarer Republik, die heute als FDP und CDU/CSU firmieren, Die einzige Partei, die dem Ermächtigungsgesetz nicht zustimmte, war damals die SPD.

So, wie Herzog eine fette Pension bekommt, bekommen sie auch alle Altpolitiker, die mit den Bemessungen ihrer späteren Altersversorgung weitaus großzügiger verfuhren, als sie das den Rentnern zubilligten, eine fette Pension. Wenn die BILD die Zuschüsse des Bundes zur Rente mit 100 Milliarden beziffert, ist auch das Rosstäuscherei, denn in diesem Betrag sind die Pensionen mit drin und die gehören da nicht rein, denn die GRV (gesetzliche Rentenversicherung) wurde von den Rentnern mit ihren Beiträgen finanziert. Und Zuschüsse in diese GRV zahlt der Staat, weil er dazu verpflichtet wurde, lt. Urteil des BVerfG, einen Ausgleich dafür zu zahlen, dass der GRV zahlreiche Lasten aufgebürdet wurden, die aus Steuermitteln durch alle Deutschen, also auch durch Politiker, Beamte, Selbständige und Unternehmer hätten finanziert werden müssen. Den Krieg hat Deutschland verloren und nicht nur die Rentner, aber die Renten als Kriegsfolgelasten, die hat nur die GRV bezahlt. Die Wiedervereinigung war eine deutsche Wiedervereinigung und nicht nur die der GRV, aber die Renten an ehemalige DDR-Bürger zahlt nur die GRV. Es ist gut, dass sie die Rente bekommen, aber schlecht, dass nicht alle Deutschen diese Zahlungen mit Steuermittel finanzieren. Es gibt weitere Lasten wie Kindererziehungszeiten, Ausbildungszeiten usw. Dafür muss der Bund einen Zuschuss zahlen. Hätte Adenauer 1957 alle Deutschen verpflichtet, in die gesetzliche Rentenkasse einzusteigen, hätte man nicht die Beitragsbemessungsgrenze eingeführt und damit die Besserverdienenden geringer belastet, als die Normalverdiener, dann hätten wir heute kein Rentenproblem. Würde man eine Arbeitsmarktpolitik betreiben, die es allen ermöglicht, zu arbeiten, hätten wir ebenfalls kein Rentenproblem. Dass die Arbeitsmarktsituation so ist, wie sie ist, verdanken wir diesem neoliberalen Geschmeiß, zu dem ich die INSM, die Bertelsmann-Stiftung, die FDP, die Unterzeichner des Hamburger Appells und auch Roman Herzog zähle. Sie sind es auch, die immer die die Welt hinausposaunen, Arbeitslose wären unqualifiziert. Wenn jemand unqualifiziert ist, dann diese Leute.

Wenn der Parteienexperte Falter sagt, dass Rentner über 50% der Wähler ausmachen, kann der Mann wohl nicht rechnen. Wir haben 80 Millionen Bürger, 20 Millionen davon sind Rentner, das macht, so wie ich rechnen gelernt habe, 25% aus. Wir haben ca. 20 Millionen Kinder und Jugendliche und ca. 40 Millionen Menschen in einem Alter, das man als Arbeitsalter bezeichnen kann. und wie haben ca. 20 Millionen Rentner.
Wir haben eine Lebenserwartung von ca. 80 Jahren, wo also ist das Problem? Ein Viertel dieses Lebens, also 20 Jahre, ist die Kinder- und Jugendzeit und in dieser Zeit ernähren uns die Leute im arbeitsfähigen Alter. dann kommen 40 Jahre Arbeitsleben, zumindest für diejenigen, die in die Rentenkasse zahlen. und dann noch einmal 20 Jahre, in denen sie von dieser Rente leben wollen und darauf auch Anspruch haben. Sie haben die Jungen ernährt und haben die Renten für die Alten bezahlt.
HALT! So wird es dargestellt, aber es ist nicht so. Sie haben dem Staat einen Teil ihres Verdienstes geliehen, damit er die Renten damit bezahlt. Sie haben dem Staat das Geld nur geliehen. so, wie die Anleger in Staats- oder Landesanleihen dem Staat Geld leihen. Der Anleger will sein Geld mit Zinsen zurück, der Beitragszahler in die Rentenkassen auch. Und wenn wir schon in einem kapitalistischen Staat leben, der Geld arbeiten lässt (wie das Zinssystem gerne umschrieben wird), dann haben sie Anspruch auf eine adäquate Verzinsung. Es kann dem Einzahler in die Rentenversicherung egal sein, ob der Staat das geliehene Geld für Pensionen an Leute, die nie einen Pfennig und keinen Cent für ihre Alterssicherung zahlten, ausgibt, ob er damit eine Bundesbahn finanziert oder davon die Renten derer bezahlt, die ihm vorher ihr Geld geliehen haben. Aber der Staat betrügt die Rentner, Er steht nicht zu seinen Versprechungen, verschenkt das Geld lieber an die Steuerbetrüger und an die Unternehmen und Banken, die zweistellige Prozentzahlen bei den Gewinnen zu verzeichnen haben, indem er sie immer weniger Steuern bezahlen lässt. Nicht die Alten plündern die Jungen aus, sondern der Staat alle, Alte und Junge, ausgenommen die Großverdiener, die Politiker und Beamten mit überproportionalen Pensionen.

Ein Tipp an die Jungen, wegen der Demographie. Schaut euch mal um. Wer wird denn 80, 90, ja sogar 100 Jahre alt? Der Bäcker? Der Dachdecker? Der Maurer? Der Fabrikarbeiter? Die Sekretärin? Der Chemiearbeiter? Die Verkäuferin? Wohl kaum! Aber die Leute, die sich Zeit ihres Lebens die beste medizinische Versorgung leisten konnten, die werden meist steinalt. Professoren, hohe Beamte, Politiker, Anwälte, Ärzte, Apotheker, Millionäre und Milliardäre, die haben große Chancen, die 80 zu überschreiten, ja, sogar 100 zu werden.
Noch ein Tipp an die Jungen! Macht Euch mal mit der Mackenroth-These vertraut. Sie lautet:

Mackenroth-These oder Mackenroth-Theorem von 1952:

Nun gilt der einfache und klare Satz, dass aller Sozialaufwand immer aus dem Volkseinkommen der laufenden Periode gedeckt werden muss. Es gibt gar keine andere Quelle und hat nie eine andere Quelle gegeben, aus der Sozialaufwand fließen könnte, es gibt keine Ansammlung von Periode zu Periode, kein “Sparen” im privatwirtschaftlichen Sinne, es gibt einfach gar nichts anderes als das laufende Volkseinkommen als Quelle für den Sozialaufwand. Das ist auch nicht eine besondere Tücke oder Ungunst unserer Zeit, die von der Hand in den Mund lebt, sondern das ist immer so gewesen und kann nie anders sein.

Diese These konnte bis heute nicht widerlegt werden, von keinem Politiker, keinem “Experten” keinem Neoliberalen, keinem Wirtschaftsweisen. Diese Herrschaften vertrauen einfach auf Eure Unwissenheit, wenn sie Euch anstacheln. In Wahrheit wollen sie die Rente privatisieren, weil damit Banken und Versicherungen mächtig Kohle machen können. Und die so genannten Experten, verdienen dadurch, dass sie für die Versicherungskonzerne arbeiten, so wie der Wirtschaftsweise Rürup oder Leute wie Raffelhüschen, Straubhaar und Herzog. Die private Rente wird teurer, denn damit füttert ihr die Aktionäre. Die private Rente wird unsicherer, denn die Kreditkrise zeigt, wie leicht Banken und Versicherungen pleite gehen können, vor allem, wenn die richtigen Leute an den richtigen Fäden ziehen, so, wie die unbekannten Eigentümer der echten Großbanken und der FED.

Ja, es gibt Schmarotzer und Parasiten. Aber sucht sie nicht bei den Arbeitslosen und bei den Rentnern. Das sind nur Opfer. Denkt lieber nach, wo man die Parasiten sonst noch suchen könnte. Ich wette, wenn ihr darüber nachdenkt, kommt ihr ganz von alleine drauf.
Mein Rat: Bekämpft nicht die Alten, denn irgendwann sei ihr auch “Alte”. Verbündet Euch mit ihnen und jagt das neoliberale Geschmeiß aus dem Land.

Aber was rede ich da? Ich spreche doch mit Schafen, die zwar mal blöken, wenn die Kläffer sie in die Hacken beißen, um sie zum Schlachthaus zu treiben, aber sonst nur ihr Umfeld abgrasen, das Stück wiese, auf dem sie gerade stehen. Und sie werden nicht erkennen, dass der Hirte nichts anderes ist, als ein Wolf, auch wenn er einen Schafspelz um die Schulter gewickelt hat. Also folgen sie ihm willig, wie sie das bereits seit Tausenden von Jahren tun, domestizierte Mufflons eben. Die Gene des Mufflons, die sie einmal hatten und die sie durchaus wehrhaft machten, sind längst abgezüchtet. Und die Kläffer? Ja, ich weiß, sie nennen sich Experten, Politiker Professor und was weiß ich. Auch sie werden merken, dass Wölfe keine Konkurrenz dulden. Wenn sie nicht mehr nützlich seid, trifft sie das gleiche Schicksal

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